Informationszentrum

Das Männerzentrum:

Das Frankfurter Männerzentrum ist Ansprechpartner für Männer, Frauen und Paare in den unterschiedlichsten Lebenssituationen.

Wir bieten psychologische Beratungen, Gruppen für Männer, Unterstützung bei Fragen, die mit dem Thema Vaterschaft zu tun haben, Unterstützung beim Problemkreis Konflikt-Krise-Gewalt sowie Unterstützung bei weiteren Themenbereichen (Sexualberatungen, Unterstützung für Opfer von Gewalt oder Missbrauch, Trennungskrisen, Isolation etc.). Auch Männer, die Konflikte mit der Justiz haben und als Täter von Gewaltdelikten in Erscheinung getreten sind, können uns ansprechen.

Wir beraten im Männerzentrum auch Frauen und bieten Paarberatungen und Familientherapie an. Manchen erscheint das ungewöhnlich, doch war es uns von Beginn an wichtig, nicht eine erneute Polarisierung des Geschlechterverhältnisses zu betreiben. Wir versuchen vielmehr, die neuen Möglichkeiten gegenseitiger Anerkennung zwischen Männern und Frauen weiter zu entwickeln.

Institutionen und Verbänden bieten wir Fortbildungen und Vorträge zu geschlechtsspezifischen Fragestellungen an.

Beratungsthemen:

Zu allen Themen, Konflikten, Krisen oder Veränderungen, mit denen Männer, Frauen und Paare sich konfrontiert sehen. Das können Beziehungsfragen, Partnerschaftskrisen, Konflikte auf der Arbeit oder in der Familie und viele andere Themen sein.

Manche Themenbereiche (z.B. Gewalt, Missbrauch, Sexualität oder sexuelle Probleme, schwule oder bisexuelle Erfahrungen etc.) erscheinen vielleicht wegen der damit verbundenen Scham- und Schuldgefühle als nicht leicht ansprechbar. Die mögliche Sorge, ob Sie mit solchen oder anderen "schwierigen" Themen bei uns gut aufgehoben sind, können Sie bei der telefonischen Beratung oder auch beim Erstgespräch ansprechen.

Unsere Berater sind in psychoanalytischen bzw. familientherapeutischen Beratungsverfahren mit den Schwerpunkten Sexual- und Partnerschaftskonflikte ausgebildet und nehmen regelmäßig an psychoanalytischen Fallsupervisionen teil. Wir bieten Paar- und Familientherapie an und beraten auch Frauen.

Konflikt - Krise - Gewalt


Angebote für Väter und Eltern

Tätigkeitsbericht⁄Konzepte etc.

Auf der Seite Berichte/Konzepte finden Sie den Jahresbericht, aktuelle Projekte und mehrere Konzeptionen.
>> mehr dazu auf der Seite:Berichte/Konzepte

Männergruppen

Wir unterstützen Männer, die auf der Suche nach einer Gruppe sind und bieten selber auch angeleitete Gruppen an.

Wir bieten angeleitete Gruppen zu den folgenden Themen an:

Geschlechtsspezifische Arbeit

Arbeit mit Jungen (auch Seminare oder Supervision für Multiplikatoren): Wenn wir sozial unverträgliches Verhalten bei Männern und Jungen zum Thema machen und darüber mit Jungen in Kontakt kommen wollen, müssen wir uns auch mit der spezifischen Lebenssituation von Jungen befassen. Viele Jungen scheitern heute an den unzeitgemäßen Anforderungen ihrer Geschlechterrolle. Wie kann Jungenpädagogik in einer Gesellschaft aussehen, die nach wie vor von Konkurrenz, Gefühlsabspaltung und Körperfeindlichkeit geprägt ist? Und was wäre die Aufgabe des Pädagogen?

Bildungsarbeit mit Multiplikatoren

Für interessierte Frauen und Männer, aus den Bereichen Kindertagesstätten, Jugendhilfe, Sozialarbeit, Schule, Bewährungshilfe, Unternehmen etc.
Wir haben eigenständige Fortbildungskonzepte ausgearbeitet und können spezifische und auf die Anforderungen ihrer Institution bezogene Fortbildungen entwickeln.
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Geschichte und Ziele des Männerzentrums

Schon zu Beginn der 70er Jahre fanden sich in Frankfurt/M. die ersten Männer in Selbsterfahrungsgruppen zusammen. Nach dem Ende der Studentenbewegung hatte sich aus der Kritik an autoritären Strukturen parallel zur Frauenbewegung eine Kritik an patriarchal autoritären Strukturen entwickelt. Die Frankfurter Männergruppe Rhein-Main gab von 1977 bis 1986 die Zeitschrift "Von Mann zu Mann" heraus, organisierte alljährlich die bundesweiten, internationalen Männertreffen mit, richtete ein Männertelefon in der WG eines Mannes ein, lud monatlich zum Männercafé und bot schon damals Gesprächsgruppen an.

1986 wurde das Männerzentrum Frankfurt als eingetragener, gemeinnütziger Verein gegründet. Nachdem sich seit Mitte der 80er Jahre die Männerprojekte zu vernetzen begannen, setzte eine wachsende Professionalisierung der Männerarbeit ein: Gewaltprävention, die Auseinandersetzung mit sexistischen männlichen Gruppennormen, Jungenarbeit, das Vater-Sohn-Verhältnis und Selbsterfahrung wurden zu thematischen Schwerpunkten in der Männerarbeit. Der Austausch mit US-amerikanischen, skandinavischen und holländischen Männerprojekten versorgte das Frankfurter Männerzentrum mit wertvollen Anregungen. Die politische, soziale und gewaltpräventive Bedeutung männer- und jungenspezifischer Arbeit wurde in den Niederlanden und in Skandinavien sehr viel früher erkannt und in das jeweilige professionelle Vernetzungsangebot integriert.

In Kooperation mit städtischen, hessischen und freien Institutionen der Jugendhilfe und Erwachsenenbildung kam das Frankfurter Männerzentrum dem Ziel einer professionellen Vernetzung ein großes Stück näher. Heute haben sich unsere Arbeitsbereiche ausgeweitet, so dass neben dem Hauptschwerpunkt Beratung sich weitere Schwerpunkte Gewalt/Missbrauch, Väter und Eltern sowie Fortbildung fest etabliert haben. In den letzten Jahren wird es leichter, uns konkret mit geschlechtsspezifischen Fragestellungen in kommunalpolitische Reformdebatten einzubringen. Auch innerhalb der vielen unterschiedlichen Arbeitszusammenhänge von Männern gibt es inzwischen ein starkes Interesse an Erfahrungsaustausch und Kooperation, das, gewachsen auf der Differenzierung und Entfaltung der Aktivitäten, zu einer Vernetzung und Verstetigung der Arbeitsansätze geführt hat.

Veröffentlichungen

Adressen